Factory for
a (fem)
century


23. April
bis
12. August
2026

Spinnerei
Leipzig

»we do art but don’t know
what we still bring out of the earth«



Um produktiv arbeiten zu können, haben sich mit dem Zentrum für optimistische Bergbauforschung e.V. zehn Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammengeschlossen. Basierend auf einem Kunstprojekt entstand im Jahr 2019 eine nachhaltige Struktur mit einem gemeinnützigen Verein und eigenen Räumen in Leipzig-Lindenau. Seither wirken die miteinander eng verwobenen Bereiche aus Kunst und Kulturförderung und Bildung zusammen.

Als Aktive des Zentrums für optimistische Bergbauforschung e.V. (zfob) gehen wir mit offenen Augen durch die Stadt, ihre Umgebung und ihre Geschichte. Unsere bisherigen Projekte zu Industriearbeit, Tagebau und Fotografie sollen das neue Alte freilegen, und darüber festgelegte Sichtweisen sprengen. Seit mehreren Jahren führen wir mit Studierenden (u.a. HGB Leipzig, HS Merseburg, HTWK Leipzig, Bauhaus-Universität Weimar, FH Campus Wien) urbane Interventionen und künstlerische Workshops in Leipzig durch – deren Inhalt immer auch eine Bewusstseinswerdung über individuelle und strukturelle Problemlagen in den Krisen der Gegenwart ist. Ziel ist es, für Leipzig und seine Bewohner:innen einen Blick auf (Arbeits- und Tagebau-)Geschichte offenzulegen, mit dem sie sich selbst zum Objekt der Betrachtung machen: Was lerne ich aus den Biografien der Menschen für meine eigene Biografie und was erkenne ich, wenn ich auf eine vorschnelle Deutung verzichte?
Im Zentrum für optimistische Bergbauforschung e.V. sind vor allem bildende Künstler:innen aktiv, die unterstützt von Wissenschaftler:innen, Kurator:innen und Autor:innen, das Anliegen einer Herstellung von Sichtachsen zwischen ihnen, den Arbeitenden und einer Geschichte/Zukunft verfolgen. Seit dem Beginn setzen wir u.a. künstlerische Formate zu weiblicher Tagebauarbeit um, entwickeln und fördern Veranstaltungsreihen, implementieren Residenzprojekte für ukrainische und belarussische Künstlerinnen. Im Jahr 2023 konnte wir mittels eines Symposiums zu »Kunst und weiblicher Arbeit« eine aktuelle Kunstperspektive auf weibliche (Industrie-)Arbeit thematisieren. Unser Symposium im Juni 2023 war Teil eines künstlerischen Arbeitsprojektes und untersuchte die häufig eindimensionale Abbildung der arbeitenden Frau und Praktiken der Sichtbarmachung. Die Erfahrungen von Künstlerinnen und Arbeiterinnen in der DDR und der Transformationszeit der 1990er Jahre bildet seither einen zentralen Arbeitsschwerpunkt. Unsere künstlerische Arbeit wurde bisher u.a. durch die Stiftung Kunstfonds, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, das Kulturamt der Stadt Leipzig oder den Fonds Soziokultur unterstützt.
Für uns ist Bildung und Vermittlung ein Lösungsansatz, der neue Aufgaben stellt. In unseren Seminaren, Workshops, Exkursionen und Konferenzbeiträgen schaffen wir eine Umgebung, die Dialoge ermöglicht und entwickeln moderne Lerninhalte, die auf eine Kooperation mit der Erfahrungswelt der Teilhabenden zielt. Unsere Dozent:innen sind erfahrene und qualifizierte Lehrende aus den Bereichen der Bildenden Kunst, Kulturwissenschaften, Theaterwissenschaften oder Soziologie.

In enger Abstimmung mit Partner:innen wie u.a. der HGB Leipzig, der Hochschule Merseburg, dem Bergbaumuseum Bochum oder dem Dokumentationszentrum Mitteldeutschland (DokMit) haben wir seit unserer Vereinsgründung unterschiedlichste Seminarkonzepte und Bildungsbausteinen entwickelt und umgesetzt. Regelmäßig begleiten und konzipieren wir Seminare und Exkursionen zu Themen wie weibliche Industrie- und Tagebauarbeit, Transformationserfahrungen und Kultur der Landschaften oder Arbeitsfotografie.

Unsere Seminare und Workshops unterliegen einem Qualitätsmanagement und einer regelmäßigen systemischen Überprüfung.
VERANSTALTUNGEN) (AUSWAHL) 2024/25 03./04.06.2023 Symposium « Kunst und weibliche Arbeit » Mit Dr. Agneta Jilek, Lisa Neinaß, Dr. Annegret Schüle, Julia Blume, Stefanie Regina Dietzel, Ute Richter, Christin Müller, Rita Große u.v.a. 07.06.2024 Kulturlabor Bitterfeld « Zerfräste Landschaften » Mit Alison Shea, Daniela Döring, Ramona Schacht, Monica Miertsch 15.07.2024 Kulturlabor Leipzig « Kunst als Transformationserfahrung » Mit Frauke Rohenkohl, Ramona Schacht 13.09.2024 Ausstellungseröffnung Betriebsfotografie Rita Große (archiv massiv/ Spinnerei Leipzig) 24.10.2024 Workshop mit Ines Schaber, Giulia Cramm, Ramona Schacht 25.10.2024 Workshop mit Christiane Eisler und Dr. Jeannette Stoschek 29.11.2024 Vortrag Leibniz-Forschungsnetzwerk (Bergbaumuseum Bochum) 16.04.2025 Gespräch « Textilarbeit, Design und Weiblichkeit » Mit Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Johanna Rogalla, Ramona Schacht 23.04.2025 Dok-Filme « Wittstock_Vier: Die Dokumentarfilme von Volker Koepp » Im LURU-KINO der Spinnerei 24.04.2025 Gespräch « Aus den BUNA-Werken in die 1990er Jahre: Drei Arbeitsansätze im Dialog » Mit Prof. Tina Bara, Jan Wenzel, Christiane Eisler 10.05.2025 Workshop « Industrielles Weben » Gemeinsam mit dem Atelier Savvy (Halle)
Unser interdisziplinärer und künstlerischer Arbeitsansatz soll zu jedem Zeitpunkt seine Notwendigkeit begründen können. Bereits mit dem Vereinsnamen Zentrum für optimistische Bergbauforschung erfolgt ein Hinweis auf strukturierte Unstimmigkeiten im bisherigen Umgang mit dem Thema - und soll so auch Ausblick auf unsere Arbeit geben, die mehr als eine Neuauflage begrenzter historischer, künstlerischer oder sozialwissenschaftlicher Arrangements sein kann.
Kontakt
Zentrum für optimistische
Bergbauforschung e.V.
Demmeringstr. 32
04177 Leipzig
info@zfob.de

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Gestaltung: Laura Hähnel
Development: Emil Kowalczyk
Drawing and logo by © Claire Maroufin – All rights reserved

Unsere Bildungs-, Kunst- und Forschungsarbeiten benötigt nicht nur einen Gegenstand sondern auch finanzielle Unterstützung. Wir sind ein anerkannter gemeinnütziger Verein und können Spendenquittungen ausstellen.

Spendenkonto:
IBAN: DE64 8306 5408 0004 1715 43
BIC: GENODEF1SLR
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Impressum
All rights 2026
Impressumstext

Factory for a (fem) century
12.05. – 12.09.2026

Um produktiv arbeiten zu können, haben sich mit dem Zentrum für optimistische Bergbauforschung e.V. zehn Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammengeschlossen. Basierend auf einem Kunstprojekt entstand im Jahr 2019 eine nachhaltige Struktur mit einem gemeinnützigen Verein und eigenen Räumen in Leipzig-Lindenau. Seither wirken die miteinander eng verwobenen Bereiche aus Kunst und Kulturförderung und Bildung zusammen. Um produktiv arbeiten zu können, haben sich mit dem Zentrum für optimistische Bergbauforschung e.V. zehn Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammengeschlossen. Basierend auf einem Kunstprojekt entstand im Jahr 2019 eine nachhaltige Struktur mit einem gemeinnützigen Verein und eigenen Räumen in Leipzig-Lindenau. Seither wirken die miteinander eng verwobenen Bereiche aus Kunst und Kulturförderung und Bildung zusammen.

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